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    Bewertung & VerfahrenZuletzt aktualisiert am 25. Mai 2026

    Kaufpreissammlung

    Definition

    Die Kaufpreissammlung ist die systematische Erfassung aller notariell beurkundeten Immobilientransaktionen durch den Gutachterausschuss (§ 195 BauGB). Notare sind verpflichtet, jeden Kaufvertrag dem zuständigen Gutachterausschuss zu übermitteln. Aus der Kaufpreissammlung werden Bodenrichtwerte, Liegenschaftszinssätze und Marktanpassungsfaktoren abgeleitet.

    Bedeutung für Immobilieninvestoren

    Die Kaufpreissammlung ist die Datengrundlage für alle normierten Bewertungsverfahren. Ohne sie gäbe es keine belastbaren Bodenrichtwerte oder Liegenschaftszinssätze. Für Investoren sind die daraus abgeleiteten Kennzahlen im Grundstücksmarktbericht die wichtigste externe Referenz zur Kaufpreisprüfung.

    Formel / Berechnung

    Die Kaufpreissammlung enthält keine eigene Formel, sondern ist die Rohdatenbasis. Aus ihr werden u. a. abgeleitet: • Bodenrichtwerte = Ø-Kaufpreise für Bauland pro m² • Liegenschaftszinssätze = Reinertrag ÷ Kaufpreis • Sachwertfaktoren = Kaufpreis ÷ vorläufiger Sachwert

    Beispiel

    Der Gutachterausschuss einer Großstadt wertet 850 Kaufverträge für MFH aus dem Vorjahr aus. Daraus ergeben sich: Liegenschaftszinssatz Wohnen: 3,5–4,5 %, Sachwertfaktor MFH: 0,88–1,12, Vergleichswerte: 1.800–2.600 €/m² je nach Lage.

    Verwandte Begriffe

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