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Das Mietausfallwagnis ist ein kalkulatorischer Risikoabschlag für entgangene Mieteinnahmen durch Leerstand, Mieterwechsel oder Zahlungsausfälle. Es ist Bestandteil der Bewirtschaftungskosten im Ertragswertverfahren nach ImmoWertV. Übliche Ansätze liegen bei 2–4 % des Rohertrags für Wohnimmobilien und 4–8 % für Gewerbeimmobilien.
Das Mietausfallwagnis schützt Investoren vor zu optimistischen Renditeberechnungen. In angespannten Wohnungsmärkten mit minimaler Leerstandsquote kann der Ansatz niedrig gewählt werden, in strukturschwachen Regionen sollte er höher ausfallen. ImmoAnalyse.Pro setzt standardmäßig 2 % an, der Wert ist pro Angebot anpassbar.
Rohertrag eines MFH: 72.000 €/Jahr. Mietausfallwagnis 2 %: 72.000 × 0,02 = 1.440 €/Jahr. In einer Region mit 5 % Leerstandsquote sollte der Ansatz auf 4 % erhöht werden: 72.000 × 0,04 = 2.880 €.
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