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    IRR-Rechner: Interner Zinsfuß bei Immobilien

    Der interne Zinsfuß (IRR) ist die aussagekräftigste Kennzahl für Immobilieninvestoren. Er berücksichtigt alle Zahlungsströme über die gesamte Haltedauer – inklusive Wertsteigerung, Tilgung und Steuereffekte.

    Rudolf Ring

    Geprüfter Fachbeitrag · Immobilienanalyse & Steuern

    Veröffentlicht: 13.3.2026

    Was ist der IRR?

    Der IRR (Internal Rate of Return) oder interne Zinsfuß ist der Zinssatz, bei dem der Kapitalwert (NPV) aller Ein- und Auszahlungen einer Investition gleich null wird. Einfach ausgedrückt: Der IRR zeigt die tatsächliche Gesamtrendite Ihres eingesetzten Eigenkapitals pro Jahr.

    Im Gegensatz zur einfachen Mietrendite berücksichtigt der IRR:

    • Zeitpunkt der Zahlungsströme (Cashflows zu verschiedenen Zeitpunkten)
    • Wertsteigerung der Immobilie über die Haltedauer
    • Tilgung des Darlehens (Vermögensaufbau)
    • Steuereffekte (AfA, Zinsabzug)
    • Verkaufserlös am Ende der Haltedauer

    Formel und Berechnung

    Die IRR-Formel lautet:

    0 = −EK₀ + CF₁/(1+IRR)¹ + CF₂/(1+IRR)² + … + (CFₙ + Verkaufserlös − Restschuld)/(1+IRR)ⁿ

    Wobei:

    • EK₀ = eingesetztes Eigenkapital (inkl. Kaufnebenkosten)
    • CF₁…ₙ = jährliche Cashflows nach Steuern
    • n = Haltedauer in Jahren

    Die Gleichung lässt sich nicht algebraisch lösen – sie wird iterativ berechnet (Newton-Verfahren). ImmoAnalyse.Pro übernimmt das automatisch.

    IRR vs. Mietrendite: Der entscheidende Unterschied

    KennzahlBerechnungBerücksichtigt
    BruttomietrenditeJahreskaltmiete ÷ KaufpreisNur Mieteinnahmen
    Nettomietrendite(Miete − Kosten) ÷ GesamtkostenBewirtschaftungskosten
    Cashflow-RenditeCashflow ÷ EigenkapitalFinanzierung
    IRRAlle Zahlungsströme über ZeitAlles: Cashflow, Wertsteigerung, Tilgung, Steuern

    Beispiel: Ein Objekt mit 4 % Bruttomietrendite kann einen IRR von 12 % haben – weil Wertsteigerung, Tilgung und Hebelwirkung der Finanzierung die Eigenkapitalrendite stark erhöhen.

    Beispielrechnung

    Ausgangsdaten:

    • Kaufpreis: 300.000 €, Kaufnebenkosten: 33.000 €
    • Eigenkapital: 83.000 € (inkl. NK), Darlehen: 250.000 € (3,5 % Zins, 2 % Tilgung)
    • Jahreskaltmiete: 18.000 €, Bewirtschaftungskosten: 4.500 €/Jahr
    • Wertsteigerung: 2 % p. a.
    • Haltedauer: 10 Jahre

    Zahlungsströme:

    JahrCashflow nach Finanzierung
    0−83.000 € (Eigenkapital)
    1–10+2.340 €/Jahr (Miete − Kosten − Annuität, steigend)
    10 (Verkauf)+365.700 € Verkauf − 196.000 € Restschuld = +169.700 €

    Ergebnis: IRR ≈ 10,8 % p. a.

    Zum Vergleich: Die Bruttomietrendite beträgt nur 6,0 %. Der IRR zeigt die wahre Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital.

    Wann ist der IRR besonders wichtig?

    • Strategievergleich: Buy & Hold vs. Fix & Flip objektiv vergleichen
    • Finanzierungsvarianten: Wie verändert mehr Eigenkapital den IRR?
    • Haltedauer-Optimierung: Wann ist der optimale Verkaufszeitpunkt?
    • Portfolio-Entscheidungen: Welches Objekt im Portfolio performt am besten?

    ImmoAnalyse.Pro berechnet den IRR automatisch in der Cashflow-Prognose und im Szenario-Vergleich.

    Häufige Fragen

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